Biogasanlagen-Technik
Prinzip einer Biogasanlage
In einer Biogasanlage erfolgt der anaerobe mikrobielle Abbau (Vergärung) des eingesetzten Substrats. Dieses besteht meist aus wasserreicher, leicht bis mittelschwer abbaubarer Biomasse wie Gülle, Silage (vor allem Maissilage) oder Bioabfall. Stroh und Holz, die vor allem Cellulose und Lignocellulose enthalten sind unter anaeroben Bedingungen nur schwer abbaubar und werden daher nicht eingesetzt. Verschiedene Arten von Mikroorganismen nutzen die komplex zusammengesetzte Biomasse (Kohlenhydrate, Fette, Proteine und anderes) als Nährstoff- und Energielieferanten. Anders als beim aeroben Abbau (Atmung) machen sich die Organismen bei der Vergärung nur einen geringen Teil der enthaltenen Energie zu Nutze. Sie müssen daher relativ große Mengen umsetzen, um ihren Energiebedarf decken zu können. Hauptprodukte des Abbaus sind das energiereiche Methan (CH4) und Kohlendioxid (CO2). Da sie gasförmig sind, trennen sie sich vom Gärsubstrat und bilden die Hauptkomponente des Biogases. (CO2) ist nicht weiter oxidierbar, kann aber zusammen mit dem energiereichen (CH4) in geeigneten BHKWs der Verbrennung zugeführt werden.
Feststoffeinbringtechnik ...
berührungsloser Übergabe des gemischten Substrats aus dem Mischbehälter, dadurch ist eine entkoppelte Verwiegung im Mischbehälter möglich. Annahme und Dosierung sind optimal auf die Mischtechnik und den Fermenter abgestimmt. Die Senkrechtförderschnecke dient gleichzeitig als Rohrstütze für die Stopfschnecke, dies ist besonderst wichtig bei Edelstahlfermenter. Der Vorteil einer Senkrechtförderung besteht darin, das das Schneckenelement im Fördersubstrat schwimmt und nicht die Seitenwände berührt. Spezielle Einbauten im Schneckenrohr verhindern ein wickeln des Substrates und gewährleiste einen gleichmäßigen Transport in den Fermenter. Die Schneckenumfangsgeschwindigkeit ist gemäß der ATEX Richtlinien > 1m pro Sekunde, so das jeglicher metallischer Funkenschlag ausgeschlossen ist. Annahmeschnecke und Senkrechtförderer sind Komplett aus V2A Stahl gefertigt. Die Stopfschnecke besteht komplett aus V4A Stahl (Ausführung für Ex-Schutz Zone 1 und 2 nach ATEX.) Robuste und langlebige Schneckenantriebstechnik.
spezielle Gasabdichtung
Beim Aufbau der Misch- bzw. Beschickungstechnik wird der Biogasstartverschluss, eine spezielle Gasabdichtung, mit eingebaut.
Dieser Verschluss verhindert bei Inbetriebnahme der Anlage das Entweichen von Gas, bis der Fermenter den optimalen Füllstand erreicht hat.
langlebige Ringraumdichtung
Zur Abdichtung der Schnittstelle zwischen Einbringschnecke und Fermenter wird eine langlebige Ringraumdichtung eingesetzt.
Diese ermöglicht eine problemlose Montage und eine zuverlässige und über Jahre sichere Abdichtung des Systems.
Weitere Vorteile auf einem Blick:
Montage freundliche Systemtechnik. Die vormontierten Schneckensysteme können ohne Schweißarbeiten in wenigen Stunden betriebsfertig aufgestellt werden. Durch den Einsatz von Losflanschen wird das Aufstellen des Senkrechtförderer erleichtert. Der gesamte Feststoffeinbringsystem ist mit Erdungskabellaschen versehen, so das die ATEX Richtlinien vollständig erfüllt werden. Das Feststoffeinbringsystem ist mit gut Zugänglichen, groß dimensionierten Wartungsöffnungen an der Rohrübernahme versehen. Stabile Förderschnecke mit progressiver Steigung, so das auch schwierige Mischsubstrate problemlos eingebracht werden können. Schneckengänge sind 8 mm stark!
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